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Kultur Niederösterreich

Schauplatz Eiserner Vorhang

Verein zur Dokumentation der Zeitgeschichte
Eine Ausstellung des Demokratieforums Schloss Weitra
1. Mai 2019 bis 31. Oktober 2019

FROM STETTIN IN THE BALTIC TO TRIESTE IN THE ADRIATIC AN IRON CURTAIN HAS DESCENDED ACROSS THE CONTINENT” -

Mit diesen mahnenden Worten warnte der ehemalige britische Premierminister Sir Winston Churchill im Jahr 1946 vor einer Teilung Europas.

Vor 30 Jahren fiel der Eiserne Vorhang. Auf Schloss Weitra werden aus diesem Anlass zwei Ausstellungen präsentiert.

1. Schauplatz Eiserner Vorhang – ERÖFFNUNG 1. Mai

Die seit 2012 bestehende Ausstellung eröffnet vielfältige Einblicke in das Thema. Vom technischen Aufbau der tödlichen Sperranlagen und den wagemutigen Versuchen, sie zu überwinden. Über den Kalten Krieg und die ideologische Konfrontation zwischen den USA und der Sowjetunion, die den Hintergrund für die Teilung Europas bildeten.
Bis zu den tristen Lebensverhältnissen in den kommunistischen Diktaturen, denen so viele Menschen entkommen wollten. Die Neuaufstellung widmet sich insbesondere der unterschiedlichen Lebensrealität in „West“ und „Ost“. Hier die in den 1980er-Jahren bereits entwickelte Konsumgesellschaft mit scheinbar unbegrenzt verfügbaren
Warenangebot, dort der „reale Sozialismus“ mit Mangelwirtschaft und politischer Indoktrinierung.
Zudem wird 30 Jahre nach Untergang der KP-Regime Bilanz gezogen über ihre Verbrechen und Versäumnisse, aber auch über die ersten Jahre nach ihrem Fall.

 

2. 1989 – Schicksalsjahr für Europa. Das Zeitalter des Alois Mock (ab 10. Juni)

Als 1989 die KP-Regime in Ungarn und der Tschechoslowakei an Macht verloren bzw. stürzten, sorgte zeitweilig auch ein österreichischer Politiker für weltweite Schlagzeilen. Es war dies Außenminister der Republik, Alois Mock. Medienwirksam durchschnitt er mit seinen ungarischen und tschechoslowakischen Amtskollegen den Stacheldraht bei Klingenbach bzw. bei Laa an der Thaya.
Was damals wenige wussten: Mock hatte in den Jahren davor über ein weitgespanntes Netzwerk an (außen)politischen Kontakten wesentlich dazu beigetragen, dass es überhaupt so weit kommen konnte. Zugleich war Mock für eine zweite wichtige Weichenstellung verantwortlich.
Als ÖVP-Obmann brachte er zuerst seine eigene Partei, danach auch den zögernden Koalitionspartner auf EU-Beitrittskurs. Die Ausstellung zeichnet Alois Mocks Wirken in einer Umbruchszeit nach, in der innerhalb weniger Jahre die Sowjetunion, Jugoslawien und die Tschechoslowakei von den Landkarten verschwanden und eine neue politische Ordnung Gestalt annahm.

 

Die Ausstellung gliedert sich in 9 räumliche und in 10 thematische Bereiche.